NEUER TERMIN !!! FR 6.05. um 19.30 Uhr – SO 8.05.2016 | RETREAT Rad der Scharfen Waffen: »Vom Egoismus zu mehr Mitgefühl, Liebe und Weisheit« mit der Ehrwürdigen Dr. Birgit Schweiberer

Über drei Wochenende hat die Ehrwürdige Nonne, Dr. Birgit Schweiberer, die Darlegungen zum »Rad der scharfen Waffen« – einem Mahayana Geistestrainingtext zur Schulung des Geistes in Mitgefühl und Weisheit – gegeben.

An diesem Wochenende ziehen wir uns meditativ zurück (Retreat), um die Inhalte durch angeleitete Meditationen zu vertiefen. Die Ehrw. Birgit wird die Meditationen über konventionelles und endgültiges Bodhicitta anhand des Textes mit je knappen Einführungen anleiten.

HINWEISE

Eine teilweise Teilnahme ist nicht möglich. Wer die Darlegungen zum Text nicht hören konnte aber teilnehmen möchte, kann teilnehmen, wenn er über Meditationserfahrung / Retreaterfahrung oder buddhistisches Grundwissen verfügt.

Dr. Birgit Schweiberer (Ehrw. Losang Drime): seit 1998 ordinierte Nonne, studierte seither Buddhistische Grundlagen- und Master-Programme in Sutra und Tantra beim Ehrw. Geshe Jampa Gyatso, dem Ehrw. Khensur Rinpoche Geshe Jampa Tekchog und anderen. Aus umfassenden Kenntnissen und präzisem Umgang mit überlieferten Texten lehrt Chöla Birgit den Dharma humorvoll und klar strukturiert. Promovierte Medizinerin, war als Anästhesistin berufstätig und mehrmals Karate-Europameisterin. www.birgitschweiberer.eu

 

ZUM TEXT
Das Rad der scharfen Waffen von Dharmaraksita (ca 10.-11. Jh.) gehört zu den Texten, die in der Tibetischen Tradition als Lo-jong (Schulung des Erleuchtungsgeistes) bekannt und äußerst beliebt sind.

Was Lebewesen an der Buddhaschaft hindert, sind Unwissenheit und Egoismus. Unwissenheit behindert die Freiheit vom Daseinskreislauf, Egoismus die vollkommene Erleuchtung. Weisheit und Mitgefühl sind daher die beiden Elemente, die ein Bodhisattva, d.h. eine nach Erleuchtung strebende Person, im eigenen Geist zur Entfaltung bringen will, um Ratgeber, Lehrer und Beschützer aller Lebewesen zu werden.

Typischerweise beinhalten die Lojong–Anweisungen, dass die beengende Selbstsucht des eigenen Geistes dadurch überwunden wird, dass man lernt, andere wichtiger zu nehmen als sich selbst. Der Weg dazu ist das „Austauschen von sich selbst mit anderen“: man erkennt die Nachteile und Gefahren der Ich-Bezogenheit und macht sich den großen Wert und Reichtum einer fürsorglichen Einstellung anderen gegenüber bewusst. Man entwickelt die Bereitschaft, anderen ihre Sorgen und Probleme abzunehmen und schult sich darin, ihnen Glück und Wohlergehen zukommen zu lassen, bis die altgewohnte, engherzige Selbstsucht der befreienden Erfahrung weicht, dass alles Glück der Welt bis hin zur Buddhaschaft davon kommt, anderen zu Glück zu verhelfen.

„Das Rad der scharfen Waffen“ ist ein Text in 117 Versen. Er wird dem indischen Gelehrten Dharmaraksita zugeschrieben, einem der drei Lehrer, von denen Lama Atisha im 11. Jahrhundert die Unterweisungen zum Erleuchtungsgeist erhalten haben soll.

Der Text beginnt mit der Analyse des Grundproblems, Egoismus. Der erste Teil legt alle Probleme als Auswirkungen eigener Handlungen – Karma – dar, die alle auf Egoismus zurückzuführen sind. Denn es sind die eigenen rücksichtslosen Handlungen, die wie Räder von scharfen Waffen zurückkehren zu demjenigen, der sie getan hat. Der zweite Teil lädt die zornvolle Gottheit Yamantaka ein, den eigenen Egoismus rücksichtslos und restlos zu zerstören. Der dritte Teil widmet sich der tiefgründigen Weisheit, die die Natur aller Dinge korrekt als Leerheit und abhängiges Entstehen erkennt.

Auf diese Weise werden sowohl das altruistische Streben nach Buddhaschaft erklärt sowie die Weisheit, die die Leerheit, den Mittleren Weg erkennt. Damit sind die wichtigsten Elemente der Schulung eines Bodhisattva vollständig.

 

Zeiten: FR 6.5. – SO 8.5.2016

Freitag

19.30 – 21.00 Einführung und Meditation 

Samstag: 
10 – 11.00 Uhr Erklärung und Meditation
11.15 – 12.00 Uhr Meditation
12.15 – 13.00 Uhr Meditation

15 – 16.00 Uhr Erklärung und Meditation 
16.15 – 17.00 Uhr Meditation
17.15 – 18.00 Uhr Meditation

Sonntag: 
10 – 11.00 Uhr Erklärung und Meditation
11.15 – 12.00 Uhr Meditation
12.15 – 13.00 Uhr Meditation
14 – 14.45 Uhr Meditation 
15.00 – 16.00 Uhr Meditation und Abschluss

Hinweis: Während den Mediationszeiten, bitte nicht in den Raum kommen oder rausgehen, da dies sonst die anderen Teilnehmer stört. Bitte pünktlich zum Beginn da sein.

Raum: Meditationsraum 1 (M1)

Kosten: Auf Spendenbasis (Dana-Prinzip)

Anmeldung: nicht erforderlich

Poster: (PDF)