SA 2.4.2016 | 10 – 17 Uhr | Bhikshuni Doko Waskönig: Die Lehre des Buddha: Ihr systematischer Aufbau in den Lehrreden des Erwachten | Teil 4

Die 3. Edle Wahrheit: Die Verheißung des Nirvana
Es ist verständlich, dass Menschen, die sich dem Buddha-Weg zuwenden, oftmals gleich zu Anfang möglichst genau wissen möchten, was denn das Ziel des Nirvana bedeute.  Es führt jedoch kein Weg daran vorbei, zunächst einmal zu akzeptieren, dass sich dieser einzigartige Zustand nicht wirklich mit Worten erfassen lässt. Gleichwohl spricht der Buddha in seinen Lehrreden nicht selten – in hinweisender Art – davon. Wichtig ist zu verstehen, dass Nirvana alles andere als ein absolutes Nichts ist, dass dieser Begriff, der zuweilen dafür gebraucht wird, tatsächlich unzutreffend ist.  Nirvana ist Glück. – Aber welche Art von Glück, welche unvergleichliche eigene Qualität kommt ihm zu?

Gedanklich eher zugänglich mag ein anderer Aspekt dieses Zustandes sein: Das Leiden löst sich auf – auch dies im Grunde ein sehr weites Feld. Um die Wurzeln des Leidens abzuschneiden, werden vier Möglichkeiten angesprochen, dazu die wunderbaren Potenziale, die wir entfalten und auf dem Weg nutzen können. Schon jetzt ist es möglich, zeitweise den Geschmack des Nirvana zu erfahren!

Die 4. Edle Wahrheit: Die Medizin für den Weg zum inneren Frieden
Nun ist die eingehendere Betrachtung  des berühmten 8-teiligen Pfades, den der Buddha bereits in seiner ersten Lehrrede empfohlen hat, unser Thema. Hierbei wird noch deutlicher werden, was denn mit der Befreiung von allem Leiden, von allen Unzulänglichkeiten gemeint ist. Oftmals  ist es so und ganz natürlich, dass Menschen, die sich der Buddha-Lehre zuwenden, sich zunächst zu dem einen oder anderen Aspekt des Weges hingezogen fühlen. Erst allmählich kommt dann die Einsicht dazu, welch verschiedene Übungsgebiete damit verbunden sind und auf welche Weise die acht Wegelemente sich gegenseitig stützen.

Meditation
Auch wird es wieder genügend Zeit für die Meditation in Stille geben, so dass wir innerlich mehr Ruhe und Ausgewogenheit erzeugen und die Lehre tief in uns einsinken lassen können. Sich der Wirkweise des Geistes bewusster zu werden, wird ein weiterer wichtiger Aspekt der Übung sein. Wenn wir uns darin üben, dasjenige, was in unserem Bewusstsein auftaucht,  wie in einem Spiegel zu betrachten, wird sich unser Befinden bald nachhaltig verändern.


Kursleiterin:
Bhikshuni Dagmar Doko Waskönig ist Zen-Meisterin in der Tradition von Gudo W. Nishijima Roshi und leitet das Zen Dojo Shobogendo in Hannover, wo sie Zen-Meditation lehrt und auch ein Studien-Programm organisiert. Seit langem ist sie auch in den anderen wichtigen buddhistischen Traditionen unterwegs und auch gut mit der tibetischen Tradition vertraut. Sie lehrt an vielen Orten die Buddha-Lehre und Meditation.

Zeiten: SA 10:00 – 12:30 Uhr und 14:30 – 17:00 Uhr
Kosten: Auf Spendenbasis (Dana-Prinzip)
Hinweis: Die Veranstaltungen können auch einzeln besucht werden.
Anmeldung: nicht erforderlich

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