MI 31.8. + DO 1.9.2016 | Mahamudra – das Große Siegel mit Geshe Gyalten Kunga

Mahamudra – das Große Siegel bildet den Gipfel der anspruchsvollen Meditations-Techniken aus der tibetischen Überlieferung. „Maha“, groß, bezieht sich auf den Bereich des Erkennens jenseits von Konzepten und „Mudra“, Siegel, auf den Gegenpol, die Erfahrung der konventionellen Erscheinungsweisen der Phänomene. Die Fähigkeit zum gleichzeitigen Erfassen der Leerheit der Objekte sowie ihrer Wahrnehmung auf der konzeptuellen Ebene des Bewusstseins kennzeichnet den erleuchteten Geist. Es werden auch klassische Missverständnisse zu Karma im Westen angesprochen und diskutiert sowie wie Karma und wechselseitig bedingtes Entstehen die eigenen Erfahrungen und unsere Welt formen und bestimmen.

In Indien waren entsprechende Praktiken vor allem in der Yogi- und Mahasiddha-Tradition in der Zeit um 800 nach Chr. verbreitet. Der indische Philosoph Aryadeva definiert Mahamudra so: „Der Diskurs, wie Mahamudra zu erlangen ist, umfasst Methoden der Meditation über den Geist an sich, als etwas, dessen Natur Leerheit ist.“

Geshe Gyalten Kunga wurde 1966 in Lhasa (Tibet) geboren und ist Schüler von S.E. Chöden Rinpoche, der ihn auch zum Mönch ordinierte und dessen Übersetzer er wurde. Geshe la studierte 15 Jahre lang buddhistische Philosophie und Wissensinhalte im Kloster Sera in Südindien und erwarb den Geshe-Titel.

Zeit: MI 31.08. +  DO 01.09.16 | 19:00 Uhr
Kosten:  Auf Spendenbasis (Dana-Prinzip)
Anmeldung: nicht erforderlich