29) FR 14.07.2017 | »Alles geht verloren. Nichts macht zufrieden. Nimm’s nicht persönlich.« mit Do Tulku Rinpoche

Der Buddha hat uns ermutigt die drei wichtigen Merkmale der Existenz zu betrachten: die Unbeständigkeit, das Leiden und das Nicht-Selbst. Sie bilden die geistige Grundlage für die innere Freiheit. Nichts auf dieser Welt ist letztlich „nachhaltig“ und bietet Befriedigung. Solange wir unsere Erfahrungen zu persönlich nehmen, leiden wir. Je mehr wir vom Leben erwarten, umso mehr sind wir enttäuscht. Solche Erfahrungen machen wir auch in der Meditation: Je mehr wir auf ein spürbares Resultat hoffen, umso weniger Zugang finden wir. Wir sind mit häufig mit der Psychologie des Westens und den spirituellen road-maps des Geistes vertraut, aber wir bleiben in unserem Kokon gefangen. Was brauchen wir eigentlich? Mehr Selbstliebe, mehr Mitgefühl, mehr Disziplin, mehr Geduld, mehr Studium und Praxis? Was erfordert das kontemplative Leben wirklich? Fehlen uns etwa die günstigen Begleitumstände, d. h. die innere Ruhe, die nötige Zeit, die Ausdauer, oder mangelt es letztlich an „spirituellen Genen“? Gibt es einen Ausweg aus diesem Dilemma im Zeitalter der Vereinzelung und des Identitäts- und Optimierungswahns?

Rinpoche wird über die drei Merkmale der Existenz sprechen und das „Herz der Trauer“. So umschreibt sein Lehrer Dzongsar Khyentse Rinpoche die Abkehr von der emotionalen Achterbahn des Lebens. Er wird praktische Hinweise geben, wie wir die Kontemplation und Meditation auch in schwierigen Zeiten vertiefen können.

Do Tulku Rinpoche

Do Tulku Rinpoche (aka 6. Raktrul Rinpoche) ist ein junger Lama der Sakya Tradition Tibets, der von seinem Meister nach langem Studium am Dzongsar Institu in Nordindien nach Europa geschickt wurde, um den Buddhismus zu lehren. Er spricht gut Englisch und wird von Arne Schelling ins Deutsche übersetzt.

Zeiten: 14.07.2017, 19:00 – 21:00 Uhr
Raum: Meditationsraum 1 (M1)
Sprache/Language: English with German translation / Englisch mit deutscher Übersetzung
Kosten: Auf Spendenbasis (Dana-Prinzip)


»Everything changes. Nothing fully satisfies. Don’t take it personally.«

Dharma teachings encourage us to reflect on the three characteristics of experience, as a basis for freedom: Impermanence, Suffering and Non-Self.

The more conditions we set for our happiness, the more we feel frustrated and offended when life doesn’t meet those conditions. The more we rely on comfort for example, the more we will struggle when we are uncomfortable. With meditation too, the more we insist on certain conditions and the more we project unrealistic hopes on our practice, the less accessible meditation feels.

Rinpoche discusses the three characteristics of our existence and illustrate a genuine »heart of sadness«. He will answer our questions and give practical advice on how to uphold meditation in difficult times.