immer DI | 15.01.-18.06.2019 | 19:30 – 21 Uhr | »Das Sieben Punkte Geistestraining oder „Radfahren kann jeder!“« mit Eva Katrin Yahoual

Lodjong Teil II : Meditation und experimentelles Studium

Wir alle haben die Nase voll von Stress, Leid und Problemen und sehnen uns nach nichts mehr, als nach Freiheit, Frieden und Glück! Das lässt uns irgendwann nach Möglichkeiten forschen, wie wir das Ersehnte endlich verwirklichen können.
Wenn die Buddhistische Praxis einen relativen Zweck verfolgt, dann ist es wohl das sogenannte Geistestraining. Es ermöglicht uns, unsere eigenen gewohnheitsmäßigen Vorstellungen von dem, was wir sind und was die Welt ist, auf ihre Stimmigkeit hin zu überprüfen. Darüberhinaus können wir experimentell feststellen, welche Wirkungen unsere Ideen von ‚Ich‘ und ‚die Anderen‘ in unserem Leben aktuell entfalteten.
Grundlage hierfür ist die Erkenntnis, dass unser erlebtes persönliches Glück, unser empfinden von innerem Frieden und unser Gefühl, den Herausforderungen des Lebens gewachsen zu sein mit unserer individuellen Fähigkeit steht und fällt, die Aktivitäten unseres Geistes zu identifizieren und unseren inneren Fokus selbstbestimmt auszurichten.
Dies mag komplex klingen, aber die gute Nachricht ist, dass es am Ende auch nichts anders ist, als Fahrradfahren zu lernen: Je geübter, desto besser klappt es. Und: absolut JEDER KANN ES lernen!
Wenn wir uns in diesem Punkte gerne entwickeln möchten, sind wir glücklicherweise nicht dazu gezwungen, das Rad neu zu erfinden, sondern können auf bereits über Jahrhunderte erfolgreich erprobte Methoden zurückgreifen.
Zu diesen erprobten Methoden gehört das ‚Sieben Punkte Geistestraining‘.
Der Wurzeltext dazu stammt von Chekawa Yeshe Dorje, einem Schüler des berühmten Meisters Atisha, der im 11. Jhdt. n Chr. über einhundert buddhistische Unterweisungen von Indien nach Tibet brachte. Diese Methode ist Teil der Mahayana Praxis.

Jeden Dienstag – Januar bis Juni – haben wir gemeinsam die Möglichkeit, spielerisch und in einem inspirierenden Rahmen unsere persönlichen mentalen Gewohnheiten kennenzulernen und damit zu experimentieren. Am Ende dieses Trainings steht, dass wir zu klareren Erfahrungen gelangen von dem, was ‚Ich‘ und ‚die Anderen‘ tatsächlich sind.

Ich freue mich sehr auf dieses gemeinschaftliche Abenteuer mit Ihnen und Euch. Spezifische Vorkenntnisse werden für die erfolgreiche Teilnahme nicht vorausgesetzt.

Hinweis: Grundlage des Kurses ist das Buch von Chögyam Trungpa: Erziehung des Herzens. Buddhistisches Geistestraining als Weg zu Liebe und Mitgefühl (Englisch: Training the mind and cultivating loving kindness). Der vorhergehenden Kurs war bei Punkt 3 angelangt: Die Praxis als Pfad nutzen. Es wird allen Teilnehmern empfohlen, ob Neueinsteiger oder diejenigen, die bereits Kurs 1 besucht haben, sich in Vorbereitung auf den Kurs nochmals mit den Vorbereitungen sowie mit dem absoluten und dem relativen Bodhicitta zu befassen.

Beim ersten Termin am 15.01. wird es eine Zusammenfassung geben, um sich darauf aufbauend in das weitere Studium und die dazugehörige Praxis zu vertiefen.

Kursleitung: Eva Katrin Yahoual ist 58 Jahre alt, praktiziert Meditation seit 1995 und ist seit 1997 tätig als Übersetzerin für buddhistische Lehrerinnen und Lehrer aller fünf Schulen des Tib. Buddhismus, darunter Ringu Tulku Rinpoche, Mindrolling Jetsün Khandro Rinpoche, James Low, Tenzin Wangyal Rinpoche, u.v.m.

Sprache: Deutsch

Kurstermine: Dienstags, jeweils von 19:30 – 21 Uhr

Der Kurs findet auf Dana Basis statt. Alle Spenden kommen dem Bodhicharya Zentrum in der Kinzigstrasse zugute, und damit allen, die hier den Dharma studieren und praktizieren möchten.