Der Ursprung für Realitäten wurde in den westlichen Hemisphären von geistbegabten Philosophen der Antike, über die des Mittelalters bis zu den heutigen, modernen Neurowissenschaften als der eigene Geist ergründet. Der Buddha-Dharma vermag in unserer heutigen Zeit, wo sich Neurowissenschaften und uralte, erprobte Weisheitslehren begegnen und sich beginnen gegenseitig zu befruchten, einen unentbehrlichen Beitrag zu leisten für die Menschheit in ihrer Orientierungssuche nach Wahrheit und authentischer Wirklichkeit. Buddha lehrte, dass wir in dieser Suche nicht umhin kommen, erst einmal die Funktionsweise des Geistes zu verstehen. Mit diesem Ansatz tut sich jedoch die westliche, auf Substanz fixierte Wissenschaft noch sehr schwer darin, „Geist“ als ein immaterielles Phänomen und nicht als einen physischen Sitz der Intelligenz zu begreifen. „Alles ist Geist“ verweist auf eine vielschichtige Verstehensweise, die Studium, Reflexion und inneres Kultivieren durch Meditation über die Jahre unserer Lebenszeit hin erfordert.
Veranstalter: Marpa Lobdra Germany e.V. www.marpa-lobdra-germany.org
Übersetzung: Jane Pathan Friedewald (aus dem Tibetischen ins Deutsche)
Khenpo Künchog Chökyab, geboren in Ladakh, hat sich schon als junger Mönch um eine Jahrzehnte lange akademisch-buddhistische Ausbildung bemüht. Wie die meisten großen Gelehrten hat er die Lehrmeinungen aller vier Tibetisch-buddhistischen Schulen über 20 Jahre lang studiert. Er war jahrelang Leiter des Kagyu-Instituts und unterrichtet an der Klosteruniversität in Dehradun/Indien.